Ordnung ist das halbe Leben. Das weiß der Volksmund sehr gut und die Erfahrung bestätigt dies auch mit einer wichtigen Ergänzung, und zwar: Es ist sinnvoll, Ordnung so zu nutzen, dass sie den jederzeitigen Rückgriff auf das Verstaute erlaubt, denn sonst ist es eine Scheinordnung, die lediglich das Chaos kaschiert. Um dies aber zu verhindern, muss die Ordnung gewissen Regeln folgen, Gesetzmäßigkeiten, die gewährleisten, dass sie sich nicht im Zweck erschöpft, sondern die wie Instrumente wirken, die es erlauben, methodische Ordnung zu schaffen und zu bewahren. Hier kommt die Methodenlehre ins Spiel, die aufzeigen kann, welche Regeln einzuhalten sind, um Ordnung zu schaffen und zu erhalten.
Sie basiert darauf, dass keine Zufälligkeiten bestehen, sondern ein Regelwerk verhandelt ist, bei deren Einhaltung die gewünschten Ergebnisse zwangsläufig geschaffen werden. Die Nutzung dieses Regelwerkes erlaubt also die Kontrolle des Gestaltens bis hin zur Wirksamkeit des Geordneten selbst und weiß, mit auftretenden Schwierigkeiten und Störungen methodisch umzugehen. Das gilt nicht nur bei Gegenständen, sondern auch bei der methodischen Ordnung von Gedanken und deren Wirksamkeitsmessung bei der Bewahrung und Einordnung. Die regelbasierte Methode hilft, dass ein Gedanke in einem Ordnungsrahmen bei auftretenden Schwierigkeiten, wie in einem Labyrinth, den Weg findet und nicht, wie in einem Irrgarten, den Ausweg versäumt und abhandenkommt. Die KI, die wir nutzen, ist regel- und methodenbasiert, weil bei ihr die Vorgehensweise, also die Methode und nicht das Ergebnis, von Belang ist. Wir Menschen müssen allerdings nicht allein diesen methodischen Moment des technischen Prozesses bedenken, sondern können sogar bewusst Abweichungen und Störungen des Systems schaffen, die wiederum als eine Methode der Problemlösung von uns anerkannt werden kann. Jedenfalls ist der methodische Ansatz für die Bewältigung unserer vielfältigen menschlichen Herausforderungen nützlich, aber auch sicher nicht allein hilfreich, um die von uns gewünschten Entwicklungen zu beeinflussen.
Hans Eike von Oppeln-Bronikowski