Unter Personal Fitness verstehe ich nicht in erster Linie die ambitionierten Bemühungen bestimmter Menschen, mit Hilfe anderer in Zweisamkeit oder im kleinen Kreis die Muskeln auszubilden und vor allem „taff“ zu wirken, sondern die persönliche Erfahrung, sich im Einklang von Körper, Geist und Seele zu finden. Dafür gibt es eine Reihe von Angeboten über Yoga bis hin zu Reiki. Alle diese Angebote erfüllen ihre sinnbegleitende Funktion und sind zu begrüßen. Nur vergessen viele, dass eine Haltung gegenüber dem Leben die Personal Fitness bedingt, wie z. B. die eigene Körperhaltung, die Bereitschaft zum Dialog mit anderen, die Annahme von Angeboten und der Austausch von Höflichkeiten.
Der Mensch stärkt sich dadurch, dass er sich bewährten Ritualen unterzieht und Verhaltensweisen übt, die man gemeinhin als Etikette und „sich nicht Gehen lassen“ beschreibt. Bei den Lateinern war vom „gesunden Menschen in einem gesunden Körper“ die Rede. Ich will dies dahin gehend erweitern, dass ein gesunder und damit auch fitter Mensch sich auch äußerlich in seiner Haltung verkörpert und nicht die Auffassung vertritt, es käme ohnehin nicht darauf an, wie er sich gibt, wie er spricht und wie er bekleidet ist. Der gegenüber seinem Äußeren gleichgültige Mensch droht auch innerlich davon infiziert zu werden. Auch dies kann Ursache einer Erkrankung werden. Der gegenüber sich selbst gleichgültige Mensch gibt sich auf.
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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski