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Werthaltung

Meins. Deins. Diese Unterscheidungen sind uns seit Kindertagen geläufig. Aber wie steht es mit unser? Das Gemeinsame wird beschworen, wenn es um die Verstärkung der Macht geht, um andere abzuwehren, sei es als Gruppe, Gegner oder Anspruchsteller. Nicht nur semantisch hat aber Anspruch mit Inhalt nichts zu tun.

Vielmehr heißt die Parole: Wir wollen etwas und ihr, das heißt, die Anderen, sollen es uns geben. Dabei kann es um unterschiedliche Dinge gehen, zum Beispiel um die Teilnahme an Entscheidungsprozessen und um finanzielle Mittel zur Umsetzung von Plänen. Pläne benötigen allerdings Fürsprecher, Bewerter und Entscheider. Skeptiker sind dagegen nicht gewünscht, die bezweifeln, ob der Einsatz der Mittel sinnvoll und zielführend ist.

Jeder gut gemeinte Hinweis, die Mittelzweckrelation zu prüfen, ggf. Aktivitäten zu koordinieren, um Kosten zu sparen, Kräfte zu bündeln, um bessere gemeinsame Ergebnisse zu erzielen, werden oft strategisch bewusst konterkariert oder bekämpft, um das Projekt nicht zu entschleiern und damit den Mittelzweckeinsatz in Frage zu stellen. Zur Werthaltung ist aber die Schaffung eines Wertes erforderlich und die eingesetzten Mittel so zu begrenzen, dass der Sinn und Zweck des Ganzen nicht gefährdet wird. Wenn weniger mehr ist, dann geht auch mehr.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski