2. Bildungsbewusstsein

Jeder Mensch ist an sich bildungsbewusst. Bildung ist kein Phänomen, welches der Mensch von vornherein ablehnt, sondern dies geschieht nur dann, wenn er den Eindruck hat, er könne nichts damit anfangen, sie sei ihm feindlich gesonnen, überfordere ihn oder bringe ihn nicht weiter. Die Öffnung der Bildung für alle Menschen beginnt daher nicht mit Bildungseinrichtungen, sondern mit der Feststellung, welche Voraussetzungen überhaupt geschaffen werden müssen, damit der Mensch von sich aus Bildung beansprucht.

Bildungsnachfrage jedes einzelnen Menschen kann dadurch stimuliert werden, dass dem einzelnen Menschen und der Gruppe insgesamt folgende Bildungsmerkmale nahe gebracht werden:

  •  Erweiterung der kreativen Freiräume
  •  Begreifen von Vorgängen
  • ƒ Erleichterung bei Problemlösungen
  • ƒ bessere Selbstverwirklichungschancen
  • ƒ Stärkung der Kommunikationsfähigkeit
  • ƒ Wissensverarbeitung als Ergänzung zur Wissensakkumulation
  • ƒ ständige Dialogfähigkeit mit gespeichertem Wissen und Erkenntnissen
  • ƒ erweiterte berufliche und gesellschaftliche Chancen
  • ƒ Anerkennung und Überlegenheit
  • ƒ Lehrfähigkeit und Übermittlung eigener Erkenntnisse
  • ƒ Genuss von Form und Inhalten.

Auch wenn die vorgenannte Liste nicht vollständig ist, signalisiert sie gleichwohl, dass jeder Einstieg in die Bildungsdiskussion  mit den Bedürfnissen  jedes einzelnen Menschen nach Bildung und der Bildungsverpflichtung unserer Gemeinschaft zu tun hat. Diese Herausforderung müssen wir neu definieren, entsprechende Bildungsanreize schaffen und das Notwendige konkret und kompetent in Bildungsangeboten mit geeigneten Einrichtungen und Fachleuten umsetzen.

Dies bedeutet die Schaffung des „Systems Bildung“.

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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski