Deutschland ist ein fremdes Land. Diese Behauptung fordert zum Widerspruch heraus, denn wir Deutsche kennen uns doch genau oder? Wir sehnen uns nach uns selbst, wenn wir in der Fremde sind. Wir wünschen uns weg und bleiben doch hier. Wir schaudern vor der geschichtlichen Hypothek, erkennen aber auch unsere Möglichkeiten zu gestalten, uns einzubringen in die Herausforderungen einer komplexen und sich ändernden Welt. Deutschland als Werkstatt, als Atelier der Zukunftsentwürfe und Produktionsstätte von Ideen. Wie fremd ist uns das Fremde immer auch noch dann, wenn wir uns ihm genähert haben? Lösungen gibt es nicht, wir können aber Asymptoten ziehen.
Hans Eike von Oppeln-Bronikowski