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Bildungsmacht

Die Kontinuität der Unterbreitung von Bildungsangeboten an Eltern und Kinder schafft die Voraussetzung dafür, auch künftige Krisen in unserer Gesellschaft auf allen Gebieten zu meistern. Bildung ist nicht das Privileg von Wenigen, sondern überlebensnotwendig. Bildung muss dort wirken, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, d. h. schon bei den Eltern, die sich vorbereiten auf die Geburt ihres Kindes. Das noch nicht geborene Kind hat bereits einen Bildungsanspruch, der vom ersten Lebenstag an verwirklicht werden muss.

Bildung ist nicht nur Wissen, sondern beinhaltet vor allem die Fähigkeit der Erkenntnis, jenseits rationaler oder gefühlter Einschätzung von Situationen. Ohne die Erkenntnisfähigkeit wird auch in Krisen nur scheinobjektiv gehandelt und bleiben Fragen auf der Strecke, ob die jeweiligen Störungen systembedingt sind oder bereits Veränderungsprozesse in Gang setzen. Bildungsträger sind dazu geeignet, allen Menschen und den Märkten, auf denen sie tätig sind, das Handwerkszeug zu erklären, mit dem sie die jeweiligen Krisen meistern können. Die Krise als Chance. Im Rahmen dieses Diskurses muss auch das grenzenlose, nicht nur normative Denken zum Zuge kommen, um die daraus gewonnene Erfahrung dann konkret zu verwirklichen, und zwar durch den Menschen.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Bildungsmacht

Die Kontinuität der Unterbreitung von Bildungsangeboten an Eltern und Kinder schafft die Voraussetzung dafür, auch künftige Krisen in unserer Gesellschaft auf allen Gebieten zu meistern. Bildung ist nicht das Privileg von Wenigen, sondern überlebensnotwendig. Bildung muss dort wirken, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, d. h. schon bei den Eltern, die sich vorbereiten auf die Geburt ihres Kindes. Das noch nicht geborene Kind hat bereits einen Bildungsanspruch, der vom ersten Lebenstag an verwirklicht werden muss.

Bildung ist nicht nur Wissen, sondern beinhaltet vor allem die Fähigkeit der Erkenntnis, jenseits rationaler oder gefühlter Einschätzung von Situationen. Ohne die Erkenntnisfähigkeit wird auch in Krisen nur scheinobjektiv gehandelt und bleiben Fragen auf der Strecke, ob die jeweiligen Störungen systembedingt sind oder bereits Veränderungsprozesse in Gang setzen. Bildungsträger sind dazu geeignet, allen Menschen und den Märkten, auf denen sie tätig sind, das Handwerkszeug zu erklären, mit dem sie die jeweiligen Krisen meistern können. Die Krise als Chance. Im Rahmen dieses Diskurses muss auch das grenzenlose, nicht nur normative Denken zum Zuge kommen, um die daraus gewonnene Erfahrung dann konkret zu verwirklichen, und zwar durch den Menschen.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

8. Bildungsangebote

Die Bildungsangebote variieren je nach Lebensalter und Voraussetzungen, insbesondere im sozialen Umfeld. Selbst ein Kleinkind ist schon bildungsfähig, denn Begreifen, Sprache, Bewegung, Tast- und Geruchssinne sowie Hören sind bereits Teil des Bildungsangebots an Kleinkinder. Bei diesem Angebot spielt Pädagogik eine geringere Rolle als die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich in diesem Verständnis mit dem Kleinkind einzulassen. Eine Vielfalt von Erfahrungen, Aufmerksamkeiten und Aufzeigen von Grenzen, die Herausforderung durch Sprache, Erzählungen, Lieder und instrumentale Musik spielen dabei eine entscheidende Voraussetzung für die Bildungsfähigkeit sowohl im jungen als auch im fortgeschrittenen Alter. Der Mensch ist sich vom ersten Augenblick seines Lebens bewusst. Wird der Mensch in dieser Phase bereits ernsthaft angenommen, hat er jede Voraussetzung, sich im Leben auch ein entsprechendes Bildungsprofil zu schaffen.

Die Bildungsangebote variieren selbstverständlich, denn diejenigen des Kleinkinds entsprechen nicht mehr denjenigen des Heranwachsenden, der Erwachsenen und der älteren Menschen. Der Heranwachsende verhält sich gegenüber Bildungsangeboten in der Regel reserviert, und zwar deshalb, weil er die Bildungsangebote als zusätzliche Belastung empfindet und nicht als Herausforderung seiner Fähigkeiten. Die Herausforderungen, denen sich Jugendliche stellen, sei es im mechanischen Bereich, sei es im virtuellen Bereich, z. B. durch Game Boy, Computer und dergleichen, in echte Bildungsherausforderungen umzusetzen; das ist das Ziel. Jugendliche sind wissbegierig und hilfsbereit. Ihre Hilfsbereitschaft als Bildungsmoment zu erfassen, gewährt den Einstieg in eine neue Bildungsdimension. Dasselbe gilt für alle Game Boy- und Computerspiele. Die Rituale dieser Spiele müssen für den Bildungsbereich nutzbar gemacht werden, denn Jugendlichen kommt es weniger auf den szenischen Inhalt an als vielmehr auf die spielerische Herausforderung, denen sie sich stellen möchten.

Erwachsenenbildung ist nicht zu erreichen durch Bevormundung der Erwachsenen und allgemeine Hinweise auf Bildungschancen, komplexe und komplizierte Bildungsangebote und Maßregeln. Bildungsangebote richten sich nach der Bildungsfähigkeit. Sie müssen den Adressaten erreichen und dürfen keine Parallelveranstaltung zur Absicherung eines potenziellen Bildungsauftrages sein. Ein derartiges Missverständnis provoziert zur Ablehnung von Bildungsangeboten und führt dazu, dass Bildungsangebote nicht nur abgelehnt werden, sondern sich auch Bildungsfeindlichkeit breit machen kann. Die Auswirkungen sind dabei beträchtlich, insbesondere im Hinblick auf die Heranwachsenden und Jugendlichen, soweit sie in einem bildungsfeindlichen Milieu aufwachsen müssen. Ihr potenzielles Bildungsinteresse wird oft lächerlich gemacht.

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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

6. Bildungsstrategien

Bildungsstrategien haben die Öffnung des Menschen für Bildungsangebote im Auge. Die Bildungsvermittlung beruht daher auf folgenden Faktoren:

  • ƒ Bildungserkenntnis
  • ƒ Bildungsbereitschaft
  • ƒ Gestaltung des Bildungsumfeldes
  • ƒ Bildungseinrichtungen
  • ƒ Bildungswerkzeuge
  • ƒ Bildungskommunikatoren.

Die Schaffung eines Bildungsumfeldes geschieht durch Schaffung von Bildungsräumen.

Auch wenn die Ausrufung von Schiller- und Einsteinjahren, die Diskussion über Heidegger u. a. von einer interessanten Bildungslandschaft zeugen, so können diese Vorgänge gleichwohl nur komplementär wirken. Bildung muss den Menschen nicht durch Schlagworte erschrecken oder ihn durch ein fest gefügtes Bollwerk von Behauptungen, Analysen und Bezügen überfordern. Bildung beruht nicht auf leeren Sätzen, wie sie etwa im Einsteinjahr überall zu lesen waren, sondern in der Pflege zarter Erkenntnispflänzchen, die erstarken können. Dies geschieht z. B. dadurch, dass mehrfach im Jahr Menschen, die keinen selbstverständlichen Zugang dazu haben, eingeladen werden, im Theater, im Konzert oder in der Oper Platz zu nehmen. Auch kann man diese Menschen bitten, das was ihnen nahe geht, aufzuschreiben und darüber zu diskutieren. Statt Parolen von Geisteswissenschaftlern und Politikern sollte auch Lyrikern mehr Raum für ihre Werke gegeben werden. Diese beinhalten Metaphern, die jenseits des aktuellen, jederzeit reproduzierbaren Verständnisses von vielen Menschen – gerade von sogenannten einfachen Menschen – schnell begriffen werden können. Wir müssen eine Ermutigung in der Literatur zulassen, die dem Menschen Orientierung zu geben vermag. Die Behauptung ist nicht abschließend, weist aber die Richtung zu mehr Originalität und unbekümmerterem Umgang mit der Bildung, als es die Bildungsverwalter und Archivare vermögen.

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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski