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50+ – Unser Plus.

Wir Menschen werden älter. Die Zeiten der Ausbildung und der Erwerbstätigkeit verschieben sich. Kinderwünsche werden selbst dann erfüllt, wenn die Mutter bereits das 40. Lebensjahr überschritten hat. Ein 50 Jahre alter Mensch steht mitten im Leben, hat sicherlich bereits beruflich etwas erreicht und Erfahrungen gesammelt. Aber der erste Schwung ist vielleicht weg, der Mensch macht sich Gedanken, wie es weitergeht, beruflich und privat.

Im Alter von 50 Jahren fangen viele Menschen an, ihren Lebensinhalt neu zu definieren, sich für das Altern versichern zu wollen, die Angst bekämpfen, dass es nicht mehr ausreicht mit dem Geld und der Gesundheit und sie wollen auch das Private nicht zu kurz kommen lassen. Die Ruck – Stiftung des Aufbruchs will hier Perspek­tiven für einen weiteren gelungenen Lebensabschnitt aufzeigen, die sowohl dem einzelnen Menschen, als auch unserer Gesellschaft eine Chance bieten, vom Glück des Alterns zu profitieren.

Ein ausgebildeter Mensch, der bereits für seine Familie und seine Arbeit Verantwortung übernommen hat, stellt einen Glücksfall für unsere Gesellschaft dar, weil er noch immer lernfähig und leistungsbereit ist, andererseits aber auch über Erfahrungen verfügt, die wir alle mit ihm teilen können. So können wir geben und nehmen und mit diesen Menschen eine Generationenbank einrichten, aber auch Projekte verfolgen, die individuelle Weiterentwicklung, aber auch gemeinsames Handeln zulassen. Daraus entstehen genossenschaftlich geprägte Modelle sowohl was das Wohnen, die Versorgung und die Verwertung von Lebensmitteln angeht, als auch die rechtzeitig begründeten Absicherungen gegen spätere Pflegebedürftigkeit, Armut und Einsamkeit.

Neben der Generationenbank ist hier das gemeinsame Wohnen, die Entwicklung von gemeinsamen Wohnungsprojekten, Gartenprojekten und Gesundheitszentren vorgesehen. Je früher der gemeinsame Wille von jungen und alten Menschen zusammenfindet, umso erfolgreicher kann die Solidarität begründet werden, die dann auch im Alter noch bestehen kann.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski