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Inter-Journey II

Vor Jahrzehnten lernte ich, mich in meinem Körper zu bewegen und Kontakt aufzunehmen mit meinen Organen, insbesondere dann, wenn sie vorübergehend gestört waren. Ich nahm so Schmerzen in den Füßen wahr, begab mich mental dorthin, besprach die Situation und wir, also mein Bewusstsein und das Organ, fanden eine Lösung.

Inter-Journey beruht auf einem Bewusstseinstraining und es kann die Frage erlaubt sein, ob wir die Fähigkeit im Körper mit eigenen Organen Kontakt aufzunehmen nicht auch auf unser Bewusstsein, ggf. auf andere Lebewesen und die Natur insgesamt ausdehnen können. Wir sind in unserem Bewusstsein unbegrenzt und auch in der Natur und mit der Natur ein und dasselbe. Immerzu definieren wir aber unsere Grenzen und unsere Abgrenzungen, damit wir wohlgestaltet unser Leben in endlos erprobten Ritualen bewältigen können.

So wie viele es vermeiden, sich selbst in ihrem Körper zu begegnen und zum Beispiel mit dem Darm Kontakt aufzunehmen, nachdem wir gerade einen Doppelcheeseburger gegessen haben. So vermeiden wir auch, uns in das Tier hinein zu empfinden, was getötet werden musste, damit uns der Burger schmeckt. Es geht mir bei dieser Betrachtung gar nicht darum, für Vegetarier oder Veganer zu werben, sondern generell das Bewusstsein für die Vorgänge allgemein zu fördern und darauf zu drängen, dass wir durch Reisen in unser Inneres durch Wahrnehmung komplexer Zusammenhänge mehr erfahren, als nur einen Schmerz, ein Gefühl der Sättigung oder des Überdrusses. Es gilt, immer wieder etwas zu entdecken, vorzudringen in bisher nicht bedachte Räume, die mit einer entsprechenden Selbstermächtigung zu einer reflektierten Reise eröffnet werden können.

Natürlich erfordert dies Mut, weil auf dieser Expedition ins eigene Bewusstsein auch Unangenehmes zu Tage treten kann, aber insgesamt verschafft die Erweiterung von Erkenntnissen Freude und schließlich auch Glück.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski