Schlagwort-Archive: Gesundheit

Inter-Journey

Krank sein ist das zweitwichtigste Thema neben dem Wetter. Wir kommunizieren Krankheit und körperlichen Schmerz wie Urlaubserlebnisse. Wir hoffen, dass sie uns zuweilen als etwas Besonderes erscheinen lassen. Wir gehen zum Arzt oder in die Heilbehandlung, weil wir uns mit Krankheiten und Schmerzen in der Regel nicht auskennen. Es gibt da Fachleute, so sind wir überzeugt. Wenn sie nicht helfen können, dann schaffen sie doch zumindest Linderung.

Eigentlich ist es überflüssig, über diese menschlichen Eigenschaften zu sprechen, denn kein Wort verändert irgendetwas am Zustand des Menschen. Und doch gibt es vielleicht eine Näherung an Schmerz und Krankheit, die Erleichterung schaffen könnte. So absurd das klingen mag, so lautet doch ein Weckruf: „Willkommen Schmerz!“ Warum sollten wir aber den Schmerz willkommen heißen?

Mir erscheint das wichtig, um zunächst einmal festzustellen, dass wir ihn ausfindig gemacht haben und ihn studieren können. Wenn wir den Schmerz willkommen geheißen haben, ist der erste Schritt zur Kontaktaufnahme vollzogen. Und eine gute Gelegenheit, mit dem Schmerz zu kommunizieren, ihn aufzufordern, uns zu benennen, was plagt. Jeder Körperteil ist begeistert, wenn er erfährt, dass wir uns ihm zuwenden, nicht um ihn weiter zu belasten, sondern etwas von ihm zu erfahren.

Das über das Befinden geführte Gespräch ist vielschichtig und aufschlussreich, erlaubt Handlungsoptionen. Diese könnten dann wiederum im Rahmen einer Inter-Journey dadurch geschehen, dass nicht nur ich mit meinem Bewusstsein, sondern alle von mir aktivierten Organe sich auf den Weg machen, um dem schmerzbefallenen Organ zu helfen. Nachdem ich erfahren habe, woran es liegt, dass es mir schlecht geht oder meine Gesundheit eingeschränkt ist, kann ich nun alles unternehmen, um den Schmerz zu lindern und gar abzustellen, dies oft durch eigene Willenskraft und Unterstützung des Arztes bei der Behandlung meines Schmerzes oder meiner Krankheit, die ich bereits kennengelernt und lieb gewonnen habe.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Glück

Auf dem Gebiete des Glücks gibt es viele Seminarangebote. Die einschlägigen Ankündigungen lauten: Wie werde ich glücklich? Glück und Geld! Wie erfahre ich richtiges Glück? Glück und Demokratie! Der Blick in die Seminarräume vermittelt immer denselben Eindruck: Auf der einen Seite der souveräne Meister des Glücks, auf der anderen Seite das Häufchen Elend, welches mit der Wortfülle des Meisters erweckt und zum Glück geführt werden soll. Schon nach den einführenden Worten des Meisters bekennt der eine oder andere, was Glück für ihn bedeutet: Die Anerkennung, die er durch andere erfährt, ein schöner Tag, ein guter Urlaub, Sex oder strahlende Kinderaugen. Der Meister lässt jede Form des Glücks gelten und verleiht damit den Glücksschülern bereits den ersten „Dan“. Munter geht der Prozess des Glücklichwerdens weiter und nach mehreren Seminarsitzungen und dem Einsatz eines Großteils des Monatsgehalts gibt es keine Variante des Glücks mehr, welche dem Schüler noch beschrieben werden müsste. Dein Glück liegt auf der Straße. Du musst es nur aufheben. Diese sublime Erkenntnis ist in der Tat viel wert.

Was ist Glück?

Möglicherweise ist es die Kür des Erfolgreichen. Vielleicht ist es ein Zufall. Wahrscheinlich winkt auch dem Tüchtigen das Glück. Was ist aber an Glück so einzigartig, dass es so vielfältig und trotzdem so leicht definierbar in Erscheinung tritt? Glück ist Geld, Sex und anhaltende Gesundheit. Glück ist der stets erfüllte Wunschtraum. Glück ist kollektives Verlangen, bei dem wir uns nur graduell bei der Verwirklichung unterscheiden. Aus der Spannung zwischen demjenigen, der bekommen hat, und demjenigen, der leer ausgeht, entsteht das Glück. Glück ist die Kehrseite von Neid und Angeberei. Pech macht den Verlust des Glücks deutlich und lässt den Glücklichen besser strahlen. Aber der Pechvogel, die schwarze Krähe des Unglücks, der „Loser“, ist er wirklich unglücklich? Offenbar gibt es etwas anderes außerhalb von Glück und Pech: Glücklich sein oder unglücklich sein. Ein glücklicher Mensch! Der glückliche Mensch kann weder durch Glück noch durch Pech entreichert oder bereichert werden. Auch wenn er beides erfährt, bleibt er glücklich. Sein Glück ist Programm. Ein glücklicher Mensch ist gewöhnlich auf einer Sommerwiese geboren.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

II. ASPEKT GESUNDHEIT – 1. Ich, das unbekannte Wesen

Der Mensch an sich ist gesund und nicht krank. Daher beschäftigt sich die Studie in erster Linie damit, wie der Mensch sich als gesundes Wesen erkennt und seine Gesundheit erhält, aber im Weiteren auch damit, was er tun muss, eine etwaige Krankheit zu überwinden. Der gesunde Mensch, der nicht aktiv daran mitwirkt, seine Gesundheit zu erhalten, sondern die Bereitschaft zur Krankheit hat, ist eine Belastung für unsere Gesellschaft im gleichen Maße wie der kranke Mensch, der seine Krankheit nicht mehr verlassen kann. Die Gründe hierfür sind vielfältig und beruhen oft auf Lebensenttäuschungen. Die daraus entstehenden finanziellen Belastungen lassen sich nicht nur finanziell auszudrücken, sondern gefährden insgesamt den Erhalt unserer solidarischen Gesellschaft. Für den Prozess des Krankwerdens gibt es Indi- katoren, die bereits pränatal beginnen, sich im Mutterleib fortsetzen und sozusagen als schwarzer Faden durchs Leben ziehen. U. a. sind dabei zu benennen:

  • ƒ die ungewollte Schwangerschaft
  • ƒ die psychische Verfassung der Mutter
  • ƒ die körperliche Verfassung der Mutter
  • ƒ die körperliche, emotionale und sprachliche Aufnahme des Neugeborenen
  • ƒ die Ernährung des Kleinkindes
  • ƒ die häuslichen Verhältnisse
  • ƒ die schulischen Verhältnisse
  • ƒ Nahrung und Umwelt im Allgemeinen
  • ƒ Bildung und Lebenseinstellung
  • ƒ Arbeit und Freizeit
  • ƒ Erholung und Ausgleich
  • ƒ Erkenntnis und Inspiration.

Die vorgenannte Liste ist erweiterbar. Schwerlich lassen sich sämtliche die Gesundheit gefährdenden Umstände aus dem Leben eliminieren, jedoch besteht die Chance, diese Umstände zu erkennen und bewusst mit ihnen umzugehen. Im Mittelpunkt steht dabei der verantwortliche Mensch, der erkennt, dass er für seinen Geist, seinen Sinn und seinen Körper eine eigene Verantwortung trägt und diese nicht Dritten, geschweige denn der Gesellschaft, überlassen darf. Auch ist die Gesellschaft nicht verpflichtet, für ihn etwas zu tun, sondern er gibt, damit ihm auch gegeben wird.

Dabei geht es nicht um Geldopfer, sondern die Bereitschaft, füreinander einzustehen, mitzuhelfen, dass die Gefährdung Anderer und die eigene Gefährdung sich in Grenzen halten.

Die Bewahrung der Gesundheit ist erlernbar, aber auch Staat, Versicherungen und die Gemeinschaft insgesamt müssen ihre Strategien überprüfen, wie sie dem krank werdenden bzw. in der Krankheit gefangenen Menschen helfen können, in das gesunde Leben wieder zurückzufinden. Es sind nicht in erster Linie nur technische oder finanzielle Probleme, sondern strategische Überlegungen, die darauf gerichtet sind, Anreize dafür zu schaffen, dass der Mensch erfährt, dass sich seine Gesundheit für ihn lohnt. Dies ist nicht nur im Sinne von Gesundheitsprämien gedacht, sondern vor allem ideell in dem Sinne, dass dem Menschen sein Lebensreichtum als gesunder Mensch in der Gesellschaft mehr bewusst wird, als dies bisher geschieht. Der kranke Mensch ist nicht das Opfer dieser Überlegungen, sondern ihm gelten alle Bemühungen, ihn in die Gemeinschaft der Gesunden zurückzuführen und ihn auch dort zu halten. Dies sollte gleichermaßen auf körperlichem, spirituellem und emotionalem Gebiete geschehen.

Aspekte, die bei der Gesundung und Gesundhaltung des Menschen eine Rolle spielen:

  •  Ferien vom Ich
  • ƒ Essen und Trinken
  • ƒ Genuss
  • ƒ Unterhaltung/Zerstreuung
  • ƒ Arbeit und Freizeit
  • ƒ der Mensch in der Erkenntnis seines Körpers
  • ƒ der Mensch als spirituelles Wesen
  • ƒ heilen und sich selbst heilen
  • ƒ Bildungschancen
  • ƒ Zukunftschancen.

Auch der an sich selbstbewusste Mensch ist vor Krankheit nicht gefeit. Hat er aber die Möglichkeiten für sich entdeckt, selbst etwas zur Überwindung seiner Krankheiten zu tun, so belastet er die Gemeinschaft nicht mit einem passiven Verhalten, sondern schafft aktive Beiträge, die die Gemeinschaft entlasten.

Auf dem institutionellen Sektor ist insbesondere die Versicherungsmentalität dazu angetan, Passivität zu fördern. Dem Menschen, der sich Krankheitserfassungseinrichtungen ausliefert, wird leider eher geholfen, als demjenigen Menschen, der von vornherein auf seiner Gesundheit beharrt. Eine Entlastung unseres Staates und der gesamten Gesellschaft könnte dadurch eintreten, dass das tradiert einseitige Bild der mildtätigen Hilfe ersetzt wird durch eine kompetente und am Menschen orientierte Dienstleistungs-bereitschaft. Damit würde der Kranke aus seiner Opferrolle entlassen und hätte Gelegenheit, würdevoll, aktiv und partnerschaftlich an seiner Gesundheit mitzuwirken. In Krankenhäusern, Pflegeheimen und dergleichen darf der soziale Anspruch, den der Mensch außerhalb der Institution in seiner Gemeinschaft erlebt, in keiner Weise aufgehoben werden. Auch sollte sich dem kranken Menschen, wenn er zum Arzt oder einer anderen Institution geht, nicht der Eindruck vermitteln er sei jetzt bei der Obrigkeit und sonst nur Objekt des Heilungsprozesses. Auch der kranke Mensch steht immer verantwortlich im Mittelpunkt. Er verdient Respekt und soll die Möglichkeit erfahren, sich selbst zu respektieren, seine Aura zu erhalten. Nur so kann auch der Heilungsprozess stimuliert werden und der Mensch erfahren, dass es für ihn keinen sozialen und persönlichen Vorteil darstellt, krank zu sein.

Begleitend darf im Gesundheitswesen in keiner Weise beim Menschen eingespart werden, weder bei den heilenden Methoden der Ärzte, sei es in konventioneller oder alternativer Sicht noch bei unseren Einrichtungen. Krankenhäuser sind keine Bewahranstalten, sondern Kranke müssen ihre körperliche und soziale Pflege zumindest auf dem Niveau eines 3- bis 4-Sterne-Hotels erfahren. Kranke sollen dazu angeleitet werden, sich selbst zu helfen und dies nicht nur dem Apparat zu überlassen. Der Verschwendung in Krankenhäusern ist Einhalt zu gebieten. Diese sind augenblicklich strukturell bedingt und beruhen neben anderen Faktoren im Wesentlichen auf staatlicher Einflussnahme und der Unfähigkeit von Körperschaften des öffentlichen Rechts, den Markt und seine Wettbewerbsbedingungen als gesund- heitsfördernd zu begreifen. Statt flächendeckender Subventionen müssten die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Kranken- und Pflegeeinrichtungen evaluiert werden.

Das System der Krankenversicherung ist ernsthaft zu überprüfen, auch unter dem Aspekt, dass derjenige, der Versicherungsbeiträge bezahlt aufgrund seiner am Warenaustausch orientierten Sichtweise auch etwas dafür haben will. Derjenige, der keinerlei Beiträge zur Krankenversicherung erbringt, wird die Fürsorge möglicherweise auch in Anspruch nehmen, jedoch ist sein Umsetzungswille unter dem Aspekt persönlicher Gerechtigkeit stark eingeschränkt. Richtig wäre es daher, dass unsere Gemeinschaft die Grundsicherung für die Krankheitsfürsorge erbringt und jeder Einzelne berechtigt ist, einen Aufstockungsbeitrag über eine Eigenversicherung abzudecken. Die Grundlast könnte so ein Steuerbestandteil sein, der in eine nationale Gesundheitsstiftung eingeführt wird, in der auch Erträge erwirtschaftet werden können. Private Beteiligungen an dieser Stiftung mit dem Ziele der Stärkung einzelner Disziplinen könnten steuerwirksam einsetzen, aber auch ein Präventionsprogramm aufgebaut werden. Im Umfeld der Stiftung sind im Übrigen eine Fülle von Institutionen denkbar, deren Reiz darin besteht, zusätzliches Kapital der Stiftung und ihren Verpflichtungen zuzuführen.

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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

SYSTEM LEBEN

Das Leben als ein System zu bezeichnen, stellt eine Selbstherausforderung dar, der ich mich gerne stellen werde. Das Leben umfassend beschreiben zu wollen, wäre vermessen. Es spiegelt sich wider in den Gesetzen der Natur, unserer Fähigkeit zur freien Entscheidung und gegebenenfalls auch in dem, was wir überhaupt nicht wissen, allenfalls ahnen und was möglicherweise auch mit der Spiritualität des Menschen zu tun hat. Mein Anliegen ist, bestimmte Aspekte des Lebens zu benennen und sie untereinander in einen Beziehungszusammenhang zu stellen. Dies zum Einen, weil es jedem Einzelnen von uns die Gelegenheit bietet, sich darin zu reflektieren, andererseits auch deutlich wird, dass eine Orientierung, d. h. die Ausrichtung an einer systematischen Ordnung unseres Denkens und Handelns geeignet sein kann, Lebensfreude, Neugier und Bewältigungswillen für unsere Probleme zu schaffen. Eine umfassende Darstellung ist weder gewollt, noch kann sie geleistet werden, sondern jeder ist berufen, durch eigene Gedanken, Erfahrungen, Forschungen und gedanklichen Austausch mit anderen dazu beizutragen, dass das Leben im Sinne aller Menschen, sowohl der kommenden als auch der alten Menschen, ein herausforderndes, aber vor allem erfülltes Leben ist.

Zunächst benenne ich den Aspekt Bildung. Bildung setzt bei dem noch nicht geborenen Leben an. Eltern und unsere ganze Gesellschaft müssen sich auf das kommende Leben vorbereiten, dessen Erwartung begreifen und schon vor der Geburt bereit sein, sich auf die Ausbildung des neuen Lebens einzulassen. Es sollte ferner ein persönliches Interesse an der Gesundheit bestehen. Im Sinne der Erhaltung des Lebens ist aber auch die gesamte Gesellschaft aufgerufen, die Bedingungen für die Gesundheit systematisch zu überdenken und Fehleinstellungen sowohl im allgemein präventiven Bereich als auch im medizintechnischen oder vor allem im persönlichen Bereich zu korrigieren. Die Stärkung des Lebenswillens des Menschen und dessen Heilung ist ein komplexes Thema und hat entscheidend mit unserer Einstellung zum Leben zu tun. Wie wir leben, ist ein weiterer Aspekt im Rahmen dieser Betrachtung. Wir leben in Räumen als müssten wir uns gegen einen Feind verteidigen. Im Englischen heißt es konsequent: „My home is my castle.“ So ist es geblieben, wir haben die Schotten dicht gezogen, obwohl die Ansprüche einer sich verändernden Welt eigentlich  Einfluss auf die Plätze unserer Begegnungen  haben müssten. Welchen eigenen Weg wir finden, um unser Leben zu meistern, bleibt uns überlassen. Wir alle können uns gegenseitig nur Angebote machen, die wir beherzigen wollen, verändern oder ablehnen. Das Wunderbare am Leben ist seine Vielfältigkeit. Diese zu stärken und zu erhalten, ist das Anliegen der hier vorliegenden Studie.

Viel Vergnügen!

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Gesundheit

Dass der Mensch selbst verantwortlich für die Erhaltung seiner Gesundheit zu sorgen hat, dürfte allgemeiner Konsens sein. Es gibt allerdings einige Problemfelder, die dazu zwingen, die Gesundheitsvorsorge für die Bürger, und nicht nur die Bürger unseres Staates, zu überdenken.

Zwar ist es gelungen, schwerwiegende Krankheiten zu beseitigen oder zu marginalisieren, aber in einer global orientierten Gesellschaft ist es naheliegend, dass neue Krankheiten entstehen, die sich dann in Windeseile ausbreiten. Es ist darüber nachzudenken, ob nicht ein Gesundheitsfrühwarnsystem eingerichtet werden muss, welches dann entsprechend der Flugüberwachung grenzübergreifend Maßnahmen einleiten kann, die Krankheitsbelastung unserer Bürger früh erkennt und bereits Gegenmaßnahmen einleitet, bevor sie unmittelbar wahrnehmbar sind.

Eine gesundheitsbewusste Gesellschaft erwartet von Ärzten und Krankenhäusern, dass sie mit Pharmaprodukten versorgt werden, die ihnen nicht schaden und überdies wirksam sind. Dies bezieht sich auch auf Untersuchungsmethoden, Analysen und Einschätzungen zur Beseitigung störender Einwirkungen auf die Gesundheit. Kranke Menschen müssen den ihnen unterbreiteten Angeboten vertrauen, da sie keine Möglichkeiten haben zu prüfen, ob die Mittel wirksam sind oder nicht. Objektive Kriterien sind dabei meist schwer zu erlangen, da große Pharmaunternehmen oder eine gut organisierte Ärztelobby erfolgreich in der Lage ist, die für die jeweiligen Unternehmen oder Ärzte gewünschten Effekte zu organisieren. Es wird daher zu prüfen sein, ob unsere Gesellschaft nicht entschiedener, ggf. auch strafrechtlich auf Marktmacht orientierte Vorhaben im Gesundheitsbereich reagiert.

Dank unserer geänderter Lebensformen haben sich die Lebenserwartungen der Menschen ebenfalls geändert. Dies führt nicht nur zu einer Erhöhung der Altersgrenze bis zum Tode, sondern schafft erhebliche Probleme im gesamten Versorgungsbereich für ältere, aber auch für jüngere Menschen. Unser Körper ist nur unzureichend auf dieses längere Leben vorbereitet, durch Altersdemenz, Diabetes und zum Beispiel Osteoporose wird das erwartete längere Leben behindert. Unsere Gesellschaft muss darauf reagieren, zum Einen durch Aufwertung des Pflegedienstes, zum Anderen durch noch entschiedenere Gesundheitsaufklärung und schließlich durch die Entscheidung, ob und wie lange das Leben eines Menschen erhaltungswürdig ist. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das heißt auch, dass älteren Menschen nicht alles zugemutet werden kann, um ihr selbstbestimmtes Leben zu verlängern. Die Gesellschaft muss auch die Kosten-Nutzen-Anlayse führen und entscheiden, wie sie mit den gewachsenen Ansprüchen der älteren Menschen auch in der Verantwortung gegenüber den jüngeren Menschen umgehen. Dabei sind spirituelle Herausforderungen ebenso zu bedenken, wie technische, finanzielle und kulturelle Aspekte.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski