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III. ASPEKT „DER EIGENE WEG“

Vor, zurück und seitwärts ran. Trotz energischer Bewegungen kommen wir nicht von der Stelle. Woran liegt das?

Die nachfolgenden Gedanken sollen beileibe keine umfassende Problemlösung anbieten, sondern durch Anregungen, manchmal auch nur durch Stichworte dazu beitragen, dass der Eine oder Andere, der sich angesprochen fühlt, seine eigene Einstellung überprüft und so frei ist, etwas neu zu gestalten. Vielleicht wächst insgesamt die Neugierde, stellt sich Lebensfreude ein oder sogar die Bereitschaft mitzumachen, anderen Freude zu schenken. Das Leben ist eine wunderbare Veranstaltung, so einmalig und kostbar, dass überhaupt nicht zu verstehen ist, dass es Menschen gibt, die völlig sorglos auf Kosten Anderer und ihrer selbst damit umgehen. Es gibt kein Recht, Andere zu bevormunden, aber ein Recht, möglicherweise sogar eine Verpflichtung, Anderen zu helfen, auf Fehler hinzuweisen und sie sogar in den Arm zu nehmen, um sie ein Stück Weg zu begleiten. Die Last des Anderen mit zu tragen bedeutet keineswegs, unter der Last des Anderen und seinen Problemen zusammenzubrechen, sondern das Gefühl zu vermitteln, dass der Andere nicht alleine ist. Jeder Mensch ist Zeit seines Lebens auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Das Bewusstsein davon ist allerdings kaum vorhanden. Schnell werden die Hilflosigkeit des Säuglings und Kleinkinds vergessen, auf die Ich-Stärke und Durchsetzungsfähigkeit in der Jugend vertraut und die Hilflosigkeit, die Einsamkeit und die Gebrechlichkeit des Alters verdrängt.

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Hans Eike von Oppeln-Bronikowski