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Vorsätze

Das neue Jahr ist gespickt mit guten Vorsätzen. Essen und Trinken werden eingeschränkt. Sport steht an erster Stelle. Neben mehr Bewegung, streifen die guten Vorsätze auch die Bereitschaft, mehr Achtsamkeit zu zeigen, Rücksicht auf andere zu nehmen, das Mobbing einzustellen und das Grab der Eltern besser zu pflegen.

Es gibt die verlautbarten guten Vorsätze und die geheimen. Sehr anspruchsvolle Vorsätze können, wenn sie nicht veröffentlicht wurden, schnell wieder revidiert werden. Ungebundene Vorsätze erhalten uns die Freiheit, schwer wiegen dagegen die publizierten Vorsätze, an denen wir mit Kopfschütteln, Häme oder „ich hab´s doch gleich gesagt“ gemessen werden. Aber, statt mich darüber lustig zu machen, will ich für die guten Vorsätze eine Lanze brechen.

Sie sind unverzichtbar, um uns selbst und ggf. auch anderen zu zeigen, dass wir veränderungsbereit sind. Die Veränderungsbereitschaft wartet nur auf den Funken, der diese Fähigkeit entzündet. Wie immer im Leben, kommt es dabei auf das richtige Timing an. Es gilt zur richtigen Zeit den richtigen Impuls aufzunehmen, um dann während des Jahres nicht nachzulassen in der Pflege des guten Vorsatzes.

Wenn der richtige Zeitpunkt gewählt wurde, beschränkt sich der Vorsatz nicht auf den Monat Januar, sondern übersteht auch das ganze Jahr, um sich im folgenden Jahr noch stärker zu manifestieren. Für viele ist der 1. Januar als Impulsgeber des guten Vorsatzes willkürlich gewählt. Für den guten Vorsatz kann auch der 1. Juli oder 1. August oder der 30. September oder sonst ein Tag taugen.

Gute Vorsätze sind nicht an Jahreszeiten gebunden, sondern ereilen uns bei Bedarf. Und dieser Bedarf besteht ständig. Mangels eigener Kreativität bei der Entwicklung von guten Vorsätzen, können wir ungeniert auf diejenigen anderer zurückgreifen, denn gemeinsam ist man sicher am stärksten.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski