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Kochen (Teil 2)

Die Ergebnisse sind schon sichtbar und belasten nicht nur jeden von uns persönlich, sondern auch die ganze Gesellschaft. Di­abetes grassiert selbst bei jungen Menschen, Kreislauferkrankungen und Anfälligkeiten für andere Infekte sind auf der Tagesordnung. Abgesehen von steigenden Kosten der Krankenfürsorge steigen auch die Kosten der Umweltbelastung durch Ressourcenverschwendung und Verpackungsmüll.

Und dabei gibt es eine einfache Alternative: selbst kochen. Selbst kochen für sich selbst und die ganze Familie. Das ist viel einfacher, als die meisten Menschen denken, insbesondere dann, wenn sie noch niemals gekocht haben. Die Meisten meinen, ein Kochbuch, eine Anleitung sei erforderlich. Überhaupt nicht! Kochen muss nicht erlernt werden, Rezepte sind nicht nützlich. Es genügt etwas Mut, Wille und Kontrolle. Zutaten sind das Gemüse der Saison, ein Kochtopf – möglichst ein Dampfkochtopf – etwas Wasser und ca. 20 min. Geduld, bis die Zutaten gegart sind.

Überhaupt keine Hexerei! Alles schmeckt köstlich – auch den Kindern. Kochen geht fast ausnahmslos ohne Kochbuch, Reste lassen sich wunderbar verarbeiten und es lässt sich hervorragend experimentieren mit allen sonstigen Zutaten, die sich in der Küche so zufällig anfinden.

Für die tägliche Mahlzeit sind Sterneköche schlechte Ratgeber, sie zwingen zur ausführlichen Vorauswahl, zum Kochbuch und zur strikten Einhaltung der Vorgaben. Alles nicht wichtig, wenn man aus dem Handgelenk herausarbeitet und wunderbare Speisen zaubert, die immer wieder variieren, wegen ihrer Zutaten geheimnisvoll sind und natürlich gut schmecken. Kürbis mit roter Beete und Schafskäse in der Pfanne, Mohrrüben mit Kartoffeln und Erbsen, Bohnen in einer Honig-Paprika-Sauce, alles geht und wir wissen, was wir essen. Viel Vergnügen und guten Appetit.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski