Schlagwort-Archive: Ruck – Stiftung des Aufbruchs

8. Projekte der Ruck-Stiftung

Projektvorschläge der Ruck – Stiftung des Aufbruchs zu vorgenannten Überlegungen befinden sich u. a. unter www.ruck-stiftung.de oder in einem gesonderten Projektordner der Ruck- Stiftung des Aufbruchs. Einige Projektvorschläge lauten:

•      Ferien vom Ich
•      Heilen und Leben

Mehr dazu lesen Sie im nächsten Beitrag …

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

12. Projekte

Für die Bereiche Bildung und Wissenschaft hat die Ruck – Stiftung des Aufbruchs mehrere Projektvorschläge unterbreitet, die sich in einem gesonderten Projektordner befinden oder unter www.ruck-stiftung.de abrufbar sind. Es handelt sich hierbei u. a. um folgende Projekte:

  • ƒ „Lehrer-Lease“ – Personalagentur für Lehrer
  • ƒ Schule „plus-plus“
  • ƒ Seniorenhochschule
  • ƒ Wissenschaftssalon
  • ƒ Appell – Projekte zur Beschäftigungsintegration
  • ƒ Show case
  • ƒ „Progression“ Projekt zur Förderung der Weiterbildung und ergänzenden

Ausbildung

  • ƒ „May Time“ Projekt zur Förderung der Kreativität.

Im nächsten Beitrag geht es um den Aspekt „Gesundheit“ …

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Fazit

Wir schulden unseren Kindern eine philanthropische Verhaltensweise. Zur Kontaktaufnahme, zu weitergehenden Informationen und Gesprächen stehen Ihnen die Mitarbeiter  und  Freunde  der  Ruck  –  Stiftung  des  Aufbruchs  jederzeit  gerne  zur Verfügung. Sie erreichen uns:

Ruck – Stiftung des Aufbruchs
Leibnizstraße 80
10625 Berlin

E-Mail: info@ruck-stiftung.de
Telefon: 030-80 20 86 80
Telefax: 030-80 20 86 856
www.ruck-stiftung.de

Ruck

Wir alle kennen dieses Bild. Ein Mensch kauert auf dem Boden. Er erhebt sich, streckt sich und geht los. Vielfältig ist dieses Bild abgedruckt, z. B. auf T-Shirts und Stickern. Diese Bildsequenz zeigt die Entwicklung des Menschen. Er hat sich einen Ruck gegeben. Jetzt geht er los und bewältigt sämtliche Etappen seines Lebens, angefangen von der Geburt, bis ins hohe Alter und schließlich zum Tod.

Grob einteilen lassen sich die Lebensabschnitte in frühkindliche Ausbildung und Entwicklung, die wesentlich durch die Eltern mitbestimmt wird, in die schulische Ausbildung, die es dem Kind erlaubt, seine vielfältigen Talente virtuos zu nutzen, in die handwerkliche oder universitäre Ausbildung, die vervollkommnen soll, was zuvor angelegt worden ist. Der Mensch wird in die Lage versetzt, ein Beruf zu erlernen und diesen gewinnbringend für sich, seine Familie und die Gemeinschaft auszuüben. In dieser Phase ist das Fundament für die familiäre Weiterentwicklung gelegt. Sie trägt zur Stabilität unserer Gemeinschaft bei.

Später verabschiedet sich der Mensch aus einem Teil seiner beruflichen Möglichkeiten, um desto mehr seine Fähigkeiten in andere Bereiche, die persönlich oder auch Gemeinschaft stiftend geprägt sind, einzubringen. Und schließlich bereitet er sich auf den Abschied vom Leben vor und betrachtet seinen Nachlass an seelischen, geistigen und materiellen Möglichkeiten.

In allen Phasen seines Lebens liegt es am Menschen, ob er sich einen Ruck geben oder sich lieber hinsetzen und zusammenkauern will. Es ist so wie verloren sein im tiefen Schnee. Hat einen Wanderer die Lust übermannt, sich auszuruhen, und er legt sich hin – wie er hofft, nur für eine kurze Zeit in das Schneebett –, schläft er ein, erstarrt in der Kälte und wacht nie wieder auf. Der Mensch sollte der Verlockung seiner Immobilität widerstehen und auf den Spielfeldern des Lebens weiterrücken, seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend. Dabei ist es durchaus richtig, gelegentlich zu pausieren, innezuhalten und nachzudenken, welcher Schritt als nächster gewählt werden sollte. Es ist oft schwierig, denjenigen, die Barrikaden setzen oder den Menschen vom rechten Weg abbringen wollen, zu widerstehen. Aber, so sagt der Volksmund, der ja immer recht hat: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es hängt also von uns selbst ab, welchen Weg wir einschlagen wollen und mit welcher Beharrlichkeit wir unser Ziel verfolgen.

Die Ruck – Stiftung des Aufbruchs will Begleiter auf diesem Weg sein, und zwar beginnend mit der frühkindlichen Phase bis zur Lebensendphase des Menschen. Begleiter und Ratgeber zu sein bedeutet, Menschen bei richtigen Entscheidungen zu bestärken und Beispiele dafür zu geben, wie Lebenssituationen erweitert bzw. verbessert werden können. Die frühkindliche Bildung liegt uns am Herzen. Schon pränatal begleiten wir Eltern dabei, sich auf die Werte des Lebens, auf das kommende Kind vorzubereiten. Wir wollen Eltern dabei unterstützen, die Sprachkompetenzen ihres Kindes von Anfang an zu fördern, und zwar durch Singen und Erzählen. Wenn das Kind da ist, untersuchen wir gemeinsam mit den Eltern die frühkindlichen Ernährungsgewohnheiten und beleben die frühkindliche Kreativität. Schritt für Schritt begleiten wir Eltern bei dem Entwicklungsprozess ihrer Kinder zunächst zu Hause, dann im Kindergarten und in der Schule. Themen wie Überforderung der Kinder, welche auf Unterforderung beruht, liegen uns dabei genauso am Herzen wie Fragen der Gewaltprävention und Eingliederung von Kindern mit unterschiedlichen familiären Hintergründen in ein Ausbildungssystem, welches die Vielfältigkeit der kindlichen Begabungen erhält und verstärkt. Auf dem Weg des jungen Menschen in die Erwachsenengemeinschaft vermitteln wir Begleiter, die den Einstieg erleichtern und Perspektiven eröffnen für neue Entwicklungsphasen, bis hin zur universitären Ausbildung. Gemäß des dem Volksmund abgehörten Zitats, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, ist die Ruck – Stiftung des Aufbruchs auch wachsamer Begleiter während des gesamten Erwerbsprozesses des Menschen, versucht, ihm seine Angst vor Entscheidungen zu nehmen, die nicht rein ökonomisch bestimmt sind, und bestärkt ihn in seiner beständigen Suche nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Erhaltungs- und sozialem Gemeinsinn. Das Leben des Menschen ist eine lange, wunderbare Veranstaltung und endet nicht, wenn dieser das Rentenalter erreicht. Es eröffnet vielmehr neue Phasen der Zuwendung im eigenen familiären Umfeld, wie auch in der Gesellschaft insgesamt. Dem Leben einen Sinn zu geben und diesen Sinn zu erhalten, ist eine ständige freudvolle Selbstermutigung, die sich im Programm wie „55+“ niederschlägt, welches die Ruck – Stiftung des Aufbruchs auch angeboten hat. Dem Menschen schließlich ein Andenken auf ihrer Webseite durch Veröffentlichungen zu bewahren, ist eine weitere Bereitschaft der Ruck – Stiftung des Aufbruchs. Damit schließt sich der Kreis, denn das Ruhen ist der Beginn des Rasens, wie der berühmte Kommunikationswissenschaftler Professor Dovifat einmal formuliert hat.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Die Erfahrung des Singens

„Nun singet und seid froh.“ So lauten Ermunterungen, die mit dem Singen zu tun haben. Und in der Tat, Singen bereichert unser Leben, erreicht unser Herz und unsere Sinne, fördert zudem unsere Empfindungen und unser Sprachvermögen. Alle Menschen singen oder haben zumindest das Bedürfnis, es zu können. Meist scheitern sie an der fehlenden Ausbildung. Und diese Ausbildung sollte bereits im frühkindlichen Stadium beginnen. Wenn die Eltern singen können und einigermaßen liedfest sind, überträgt sich diese Fähigkeit auch auf ihre Kinder, die später das ganze Potenzial ihrer Möglichkeiten, ebenfalls zu singen, ausschöpfen können. Deshalb hat die Ruck – Stiftung des Aufbruchs mit dazu beigetragen, dass Kurse eingerichtet werden, in denen erfahrene Musik- und Gesangspädagogen Eltern das Singen beibringen. Dabei erlernen Eltern nicht nur Liedtexte, sondern gewinnen Selbstsicherheit im Umgang mit ihrer eigenen Fähigkeit zu singen, werden angeleitet, diese Fähigkeit ihren Kindern weiterzugeben, indem sie diesen das Singen ebenfalls beibringen usw. Eltern werden in diesem Prozess begleitet, ihnen werden Ratgeber an die Hand gegeben und sie haben jederzeit auch Gelegenheit, mit erfahrenen Experten Rücksprache zu nehmen, um das Erreichte und Erlernte nicht zu verlieren, sondern ggf. auch noch weiter zu formen und zu bestätigen.

Die von der Ruck – Stiftung des Aufbruchs initiierten Kurse finden im Umkreis von Entbindungsstationen statt, werden aber auch in besonderen ausgewählten Heimen und Begegnungsstätten angeboten. Damit soll die Sing- und Erzählkultur wiederbelebt werden und Eltern sollen an Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern gewinnen. Der sprachliche Austausch zwischen Eltern und Kindern, auch über das Singen, ist nicht zu ersetzen, weder wohlmeinend durch eine CD mit Kinderliedern noch gar durch Fernsehen. Bis etwa zum Eintritt des dritten Lebensjahres sind Kinder bezüglich der Medien nicht aufnahmefähig, sondern auf eine ständige Interaktion mit ihren Bezugspersonen angewiesen. Das Kind ahmt nach, unter anderem auch die Mundstellung seiner Eltern. Diese Vorteile können bei der rein mechanischen Wiedergabe von Liedern und Musik z. B. auf CD nicht genutzt werden.

Auch ist es wichtig, Lieder ständig mit dem Kind zu wiederholen, damit es Gelegenheit hat, sich alle Einzelheiten zu merken und einzuprägen. Der Volksmund sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Der Volksmund hat recht: Wenn die Eltern beharrlich dabei bleiben, ihre Kindern das Singen zu lehren, haben sie selbst viel Spaß dabei und natürlich die Kinder auch. Das ist dann ein starkes gemeinschaftliches Erleben.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Eltern/Kind-Bildung: Viva Familia – eine Initiative der Ruck – Stiftung des Aufbruchs

Ein Ruck soll durch Deutschland gehen! Das forderte Altbundespräsident Roman Herzog in seiner berühmten Adlon-Rede 1997. Wir haben hier ergänzt: … durch unsere ganze Gesellschaft… Diesen Ruck müssen wir Bürger uns selbst geben und dürfen nicht darauf warten, dass andere dies tun. Aber, was soll nun dieser Ruck bewirken und wie wird er ausgelöst? Um festgefahrene Strukturen aufzubrechen, sind neue Sichtweisen auf bekannte Probleme erforderlich. So wie der Blick durch ein Kaleidoskop für Kinder immer Neues entsteht lässt, wenn wir das Sehrohr drehen, obwohl der Gegenstand der Betrachtung immer der gleiche bleibt, können wir unsere Möglichkeiten durch neue Sichtweisen erweitern. Der Ruck macht ein bürgerliches Selbstbewusstsein erfahrbar, das sich nicht nur am Wahltag äußert, sondern aktiv die Subsidiarität staatlichen Handels einfordert auf allen Gebieten, die der Bürger selbst gestalten kann.

Jedes Leben eines Menschen beginnt mit seiner Geburt in die Familie. Deshalb haben wir uns bei der Ruck-Stiftung zunächst auf das Projekt Viva Familia! konzentriert. Viva Familia! trägt zur Umsetzung des Bildungsgedankens in der Familie bei. Familienbildung funktioniert nur dann, wenn auch die Eltern gebildet sind. Die Elternbildung bewirkt wiederum die Kinderbildung. Bildung von Anfang an heißt also, die Eltern in die Lage zu versetzen, ihre Kinder dabei zu unterstützen, die Bildungsangebote der Gesellschaft anzunehmen. Wie soll das geschehen? Durch eine Fülle unterschiedlicher Maßnahmen u. a. durch Singen und Erzählen von Familien- sowie Fantasiegeschichten durch die Eltern und andere Bezugspersonen in der Familie, zum Beispiel die Großeltern. Das ist wirkungsvoll, denn durch diese Form der Zuwendung werden die familiäre Bindung und das Grundvertrauen des Kindes und das Zusammengehörigkeitsgefühl mit anderen Menschen gestärkt und somit eine Basis für eine problemlosere Eingliederung des Kindes in unsere Gesellschaft geschaffen. Die Eltern machen durch Singen und Erzählen die Erfahrung ihrer eigenen Bildungszuständigkeit bei der Erziehung ihres Kindes, verstärken ihr eigenes Sprachvermögen und schaffen so auch wesentliche Voraussetzungen für ein besseres Sprachvermögen ihrer Kinder. Durch das Erzählen von familiären Geschichten festigen sie soziale Bindungen und gestalten zudem die Grundlage für einen in der Geschichte verwurzelten Lebensweg ihres Kindes. Eigentlich Selbstverständlichkeiten, die allerdings in unserer Gesellschaft weithin nicht mehr geläufig sind. Viva Familia! vermittelt daher diese familiäre und gesellschaftliche „Win-win-Situation“ durch die Einrichtung von Eltern-Sing- und Erzählkursen und ergänzende Elternpatenschulungen in sozialen Hilfeeinrichtungen, Familienzentren und Geburtsvorbereitungsstationen und Bereitstellung der für Kursleiter, Liederbücher und Klangkörper erforderlichen finanziellen Mittel.

Das Leben eines jeden einzelnen Menschen ist eine lange wunderbare Veranstaltung, wo es darum geht, sich zu bewähren, auszubilden, Neues zu erfahren und immer wieder Impulse für Entwicklungen zu setzen. Alle, auch ältere Menschen, haben die Möglichkeit, an dieser Erfahrung teilzuhaben, indem sie wieder junge Menschen an ihren Erfahrungen teilhaben lassen, aus ihrem Leben erzählen und dazu anstiften, dass das Erfahrene wieder weitererzählt wird. So wird in dem ersten Schritt der Vermittlung von Singen und Erzählen durch die Eltern und das Kind eine Bewegung geschaffen, die sich durch das gesamte Menschenleben fortsetzt, dadurch unser eigenes Leben und das Leben aller Bürger in dieser Gesellschaft bereichert und die Menschen – ob jung oder alt – zusammenführt. So übernimmt der mündige Bürger von Anfang an Verantwortung für sich, seine Kinder und andere Menschen – zu unser aller Wohl für ein selbstbestimmtes Leben.

Mehr ist auf der Hompage der Stiftung www.ruck-stiftung.de zu erfahren.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Ruck

Wir alle kennen dieses Bild. Ein Mensch kauert auf dem Boden. Er erhebt sich, streckt sich und geht los. Vielfältig ist dieses Bild abgedruckt, z. B. auf T-Shirts und Stickern. Diese Bildsequenz zeigt die Entwicklung des Menschen. Er hat sich einen Ruck gegeben. Jetzt geht er los und bewältigt sämtliche Etappen seines Lebens, angefangen von der Geburt, bis ins hohe Alter und schließlich zum Tod.

Grob einteilen lassen sich die Lebensabschnitte in frühkindliche Ausbildung und Entwicklung, die wesentlich durch die Eltern mitbestimmt wird, in die schulische Ausbildung, die es dem Kind erlaubt, seine vielfältigen Talente virtuos zu nutzen, in die handwerkliche oder universitäre Ausbildung, die vervollkommnen soll, was zuvor angelegt worden ist. Der Mensch wird in die Lage versetzt, ein Beruf zu erlernen und diesen gewinnbringend für sich, seine Familie und die Gemeinschaft auszuüben. In dieser Phase ist das Fundament für die familiäre Weiterentwicklung gelegt. Sie trägt zur Stabilität unserer Gemeinschaft bei.

Später verabschiedet sich der Mensch aus einem Teil seiner beruflichen Möglichkeiten, um desto mehr seine Fähigkeiten in andere Bereiche, die persönlich oder auch Gemeinschaft stiftend geprägt sind, einzubringen. Und schließlich bereitet er sich auf den Abschied vom Leben vor und betrachtet seinen Nachlass an seelischen, geistigen und materiellen Möglichkeiten.

In allen Phasen seines Lebens liegt es am Menschen, ob er sich einen Ruck geben oder sich lieber hinsetzen und zusammenkauern will. Es ist so wie verloren sein im tiefen Schnee. Hat einen Wanderer die Lust übermannt, sich auszuruhen, und er legt sich hin – wie er hofft, nur für eine kurze Zeit in das Schneebett –, schläft er ein, erstarrt in der Kälte und wacht nie wieder auf. Der Mensch sollte der Verlockung seiner Immobilität widerstehen und auf den Spielfeldern des Lebens weiterrücken, seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten entsprechend. Dabei ist es durchaus richtig, gelegentlich zu pausieren, innezuhalten und nachzudenken, welcher Schritt als nächster gewählt werden sollte. Es ist oft schwierig, denjenigen, die Barrikaden setzen oder den Menschen vom rechten Weg abbringen wollen, zu widerstehen. Aber, so sagt der Volksmund, der ja immer recht hat: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es hängt also von uns selbst ab, welchen Weg wir einschlagen wollen und mit welcher Beharrlichkeit wir unser Ziel verfolgen.

Die Ruck – Stiftung des Aufbruchs will Begleiter auf diesem Weg sein, und zwar beginnend mit der frühkindlichen Phase bis zur Lebensendphase des Menschen. Begleiter und Ratgeber zu sein bedeutet, Menschen bei richtigen Entscheidungen zu bestärken und Beispiele dafür zu geben, wie Lebenssituationen erweitert bzw. verbessert werden können. Die frühkindliche Bildung liegt uns am Herzen. Schon pränatal begleiten wir Eltern dabei, sich auf die Werte des Lebens, auf das kommende Kind vorzubereiten. Wir wollen Eltern dabei unterstützen, die Sprachkompetenzen ihres Kindes von Anfang an zu fördern, und zwar durch Singen und Erzählen. Wenn das Kind da ist, untersuchen wir gemeinsam mit den Eltern die frühkindlichen Ernährungsgewohnheiten und beleben die frühkindliche Kreativität. Schritt für Schritt begleiten wir Eltern bei dem Entwicklungsprozess ihrer Kinder zunächst zu Hause, dann im Kindergarten und in der Schule. Themen wie Überforderung der Kinder, welche auf Unterforderung beruht, liegen uns dabei genauso am Herzen wie Fragen der Gewaltprävention und Eingliederung von Kindern mit unterschiedlichen familiären Hintergründen in ein Ausbildungssystem, welches die Vielfältigkeit der kindlichen Begabungen erhält und verstärkt. Auf dem Weg des jungen Menschen in die Erwachsenengemeinschaft vermitteln wir Begleiter, die den Einstieg erleichtern und Perspektiven eröffnen für neue Entwicklungsphasen, bis hin zur universitären Ausbildung. Gemäß des dem Volksmund abgehörten Zitats, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, ist die Ruck – Stiftung des Aufbruchs auch wachsamer Begleiter während des gesamten Erwerbsprozesses des Menschen, versucht, ihm seine Angst vor Entscheidungen zu nehmen, die nicht rein ökonomisch bestimmt sind, und bestärkt ihn in seiner beständigen Suche nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Erhaltungs- und sozialem Gemeinsinn. Das Leben des Menschen ist eine lange, wunderbare Veranstaltung und endet nicht, wenn dieser das Rentenalter erreicht. Es eröffnet vielmehr neue Phasen der Zuwendung im eigenen familiären Umfeld, wie auch in der Gesellschaft insgesamt. Dem Leben einen Sinn zu geben und diesen Sinn zu erhalten, ist eine ständige freudvolle Selbstermutigung, die sich im Programm wie „55+“ niederschlägt, welches die Ruck – Stiftung des Aufbruchs auch angeboten hat. Dem Menschen schließlich ein Andenken auf ihrer Webseite durch Veröffentlichungen zu bewahren, ist eine weitere Bereitschaft der Ruck – Stiftung des Aufbruchs. Damit schließt sich der Kreis, denn das Ruhen ist der Beginn des Rasens, wie der berühmte Kommunikationswissenschaftler Professor Dovifat einmal formuliert hat.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Die Erfahrung des Singens

„Nun singet und seid froh.“ So lauten Ermunterungen, die mit dem Singen zu tun haben. Und in der Tat, Singen bereichert unser Leben, erreicht unser Herz und unsere Sinne, fördert zudem unsere Empfindungen und unser Sprachvermögen. Alle Menschen singen oder haben zumindest das Bedürfnis, es zu können. Meist scheitern sie an der fehlenden Ausbildung. Und diese Ausbildung sollte bereits im frühkindlichen Stadium beginnen. Wenn die Eltern singen können und einigermaßen liedfest sind, überträgt sich diese Fähigkeit auch auf ihre Kinder, die später das ganze Potenzial ihrer Möglichkeiten, ebenfalls zu singen, ausschöpfen können. Deshalb hat die Ruck – Stiftung des Aufbruchs mit dazu beigetragen, dass Kurse eingerichtet werden, in denen erfahrene Musik- und Gesangspädagogen Eltern das Singen beibringen. Dabei erlernen Eltern nicht nur Liedtexte, sondern gewinnen Selbstsicherheit im Umgang mit ihrer eigenen Fähigkeit zu singen, werden angeleitet, diese Fähigkeit ihren Kindern weiterzugeben, indem sie diesen das Singen ebenfalls beibringen usw. Eltern werden in diesem Prozess begleitet, ihnen werden Ratgeber an die Hand gegeben und sie haben jederzeit auch Gelegenheit, mit erfahrenen Experten Rücksprache zu nehmen, um das Erreichte und Erlernte nicht zu verlieren, sondern ggf. auch noch weiter zu formen und zu bestätigen.

Die von der Ruck – Stiftung des Aufbruchs initiierten Kurse finden im Umkreis von Entbindungsstationen statt, werden aber auch in besonderen ausgewählten Heimen und Begegnungsstätten angeboten. Damit soll die Sing- und Erzählkultur wiederbelebt werden und Eltern sollen an Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern gewinnen. Der sprachliche Austausch zwischen Eltern und Kindern, auch über das Singen, ist nicht zu ersetzen, weder wohlmeinend durch eine CD mit Kinderliedern noch gar durch Fernsehen. Bis etwa zum Eintritt des dritten Lebensjahres sind Kinder bezüglich der Medien nicht aufnahmefähig, sondern auf eine ständige Interaktion mit ihren Bezugspersonen angewiesen. Das Kind ahmt nach, unter anderem auch die Mundstellung seiner Eltern. Diese Vorteile können bei der rein mechanischen Wiedergabe von Liedern und Musik z. B. auf CD nicht genutzt werden.

Auch ist es wichtig, Lieder ständig mit dem Kind zu wiederholen, damit es Gelegenheit hat, sich alle Einzelheiten zu merken und einzuprägen. Der Volksmund sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Der Volksmund hat recht: Wenn die Eltern beharrlich dabei bleiben, ihre Kindern das Singen zu lehren, haben sie selbst viel Spaß dabei und natürlich die Kinder auch. Das ist dann ein starkes gemeinschaftliches Erleben.

Das Singen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl bis spät in die Pubertät und darüber hinaus, vielleicht bis ins Alter.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski