Schlagwort-Archive: Soft Skills

ARBEITSMARKT (Teil 3)

Die umfassende Ausbildung und Anwendung vorgenannter Grundsätze bietet dem Menschen die Möglichkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt selbstbewusst zu erproben, wobei nicht nur Beschäftigungsdauer, festes Arbeitsverhältnis und Vergütung eine Rolle spielen, sondern auch Kompetenznachfrage und die Kongruenzbereitschaft mit dem Leistungsangebot. Dieses Arbeitsverhalten wird weit offener gestaltet, als wir es heute noch vorfinden, da es eine zeitliche Abgrenzung zwischen Erwerbsarbeit im mittleren Alter und bei alten Menschen nicht mehr geben sollte. Jeder arbeitet in seinen Kompetenzfeldern, solange er will und dazu fähig ist. Eine Altersveränderung findet nicht mehr statt, sondern jeder hat der Nachfrage entsprechend Anspruch auf Tätigkeit und Vergütung, abhängig vom Maß seiner Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft.

Das Maß der  Lebensarbeitsleistung wird dabei nicht dadurch bestimmt, dass ein Mensch Zahlungen an die Pensions- oder Rentenkasse erbringt, sondern durch Anleihen auf seine Altersarbeitszeit und ein selbstbestimmtes veränderungsorientiertes Erwerbsleben auch im Alter.

In vielen Unternehmen der Jetztzeit werden die vorgenannten oder ähnliche Verhaltensweisen von potenziellen Arbeitnehmern unter dem Aspekt der „Soft Skills“ nachgefragt. Dabei steht die soziale Integrationsfähigkeit des potenziellen Arbeitnehmers im Vordergrund. Entscheidend für Arbeitsverhältnisse im philanthropischen Bereich ist es, die Fähigkeit eines Arbeitnehmers so zu entwickeln, dass er für das Unternehmen mit entscheidende Impulse setzt, ohne dabei vordringlich eine besondere finanzielle Kompensation für richtiges, das Unternehmen stärkendes Verhalten zu fordern. Dies funktioniert nur dann, wenn eine besondere soziale Anerkennung inner- und außerhalb eines Betriebes für diese Leistungsbereitschaft eines Arbeitnehmers vorgesehen ist.

Ob sie Vorbilder sind oder nur in Bescheidenheit ihre Pflicht erfüllt haben, eine Auszeichnung der Mitarbeiter ist nötig als Ansporn und Wegweiser in eine solidarische Gesellschaft. Diese Anerkennung kann in der Form einer besonderen Partizipation am philanthropischen Unternehmen und deren medialer Kommunikation nach außen geschehen.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski