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Positiv

„Positiv zu sein, ist eine Chance.“ Diese und ähnliche Parolen las ich auf der Hauptstraße einer Landgemeinde in Südafrika. Gemeint war, dass derjenige, der positiv auf HIV getestet wurde, seine Chance auf Leben wahrnehmen darf und sollte.

Diesen Appell verdanken wir Hugo Tempelman, einem nicht nur begnadeten Arzt, der in Südafrika wirkt, sondern auch dessen großem sozialen Verständnisses. Wer positiv denkt, überwindet nicht nur Krankheiten, sondern gewinnt auch eine Lebenseinstellung, die vieles ermöglicht, was auf den ersten Blick unerreichbar erscheint.

Wieso? Es passiert, dass die ganzen Kräfte sich darauf konzentrieren, Möglichkeiten zu erkennen, vorhandene einschränkende Denkmuster überwunden werden und sich Zuversicht und Freude dabei einstellt, Neues und Unerwartetes auszuprobieren. Das Verharren in individuellen, sozialen und politischen eindimensionalen Denkstrukturen bewegt nichts.

Aus Frustration entsteht Selbsthass und Selbsthass steigert den Hass auf alles, was sich dagegen nicht wehren kann. Jede Selbstbeschränkung, sei diese ideologisch oder emotional, stärkt die Erreger von seelischen Krankheiten und verhindert jeden Heilungsverlauf. Wenn wir dem gesunden und kollektiven Selbstempfinden eine Chance geben wollen, müssen wir anfangen, positiv zu denken, zu empfinden und zu handeln. Diese Chance hat jeder einzelne Mensch und wir alle zusammen als Gruppe, Gemeinschaft, Volk und Weltenbürger.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Hugo Tempelman

Aids ist eine Chance. Hugo Tempelman hat das nicht nur behauptet, sondern auch bewiesen. Im Jahre 1990 kam er mit seiner Frau Liesje nach Südafrika. In Elandsdoorn, einem entlegenen ländlichen Gemeindewesen, baute er eine medizinische Versorgung für die dort lebende arme Bevölkerung auf. Er hat mit seinen Patienten erfolgreich den Kampf gegen HIV und Tuberkulose aufgenommen.

Sein charismatisches Wesen hilft ihm, die Herzen der Menschen nicht nur in Südafrika zu erschließen, sondern auch in Europa und weltweit. Er wirbt mit freudiger Bestimmtheit für seine Arbeit nicht nur auf medizinischem Gebiet, sondern auch bei der Fürsorge für Aidswaisen, deren häuslicher Unterbringung, Beschäftigung und kultureller Entwicklung. So profitiert nicht nur Südafrika, sondern wir alle von seiner lebensbejahenden Zuwendung gegenüber kranken und stigmatisierten Menschen. Dies bezeugt www.hugo-tempelman-stiftung.de.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski