Schlagwort-Archive: Klimawandel

Erschöpfung

Es ist gerade viel los in der Menschenwelt. Putins Überfall auf die Ukraine, die Bedrohung Taiwans durch China, der Überfall der Hamas auf die Israelis, die Zerstörung des Gazastreifens durch die israelische Armee, vielfältige Menschenrechtsverletzungen im Zuge dieser Auseinandersetzungen und Kriege, aber auch Menschenrechtsverletzungen im Iran, Weißrussland, Nordvietnam und Myanmar.

Hinzukommt die Erderwärmung, das Abholzen des Regenwaldes, das Artensterben und viele sonstige Rechtsverletzungen mehr, ob in Aserbaidschan, Afghanistan, etlichen Staaten Afrikas, Asiens und des mittleren Ostens, um nur einige Staaten und Regionen zu benennen.

Was ist also los in dieser Welt?

Zudem stehen uns die Präsidentschaftswahlen in den USA bevor, Trump, Biden oder dieser Verschwörungsanhänger Robert Kennedy? Alles keine hoffnungsvollen Optionen angesichts der Verantwortung einer Weltmacht, die offenbar nicht mehr in der Lage ist, weltweit demokratische Maßstäbe zu setzen und auch nicht mehr als Ordnungsmacht gelten will. Überall ist Streit Programm. Es bestehen sogar in einem Großteil unserer deutschen Bevölkerung aufkeimende Gelüste, der AfD künftig Macht und Einfluss zu sichern. Wir schließen damit auf andere auf, auch auf europäische Staaten.

All dies bietet keinen wirklich schönen Ausblick auf die Welt, alle wirtschaftlichen Verwerfungen und Optionen, lieber Rüstung, anstatt Saatgut, Tod statt Leben, Verführung statt Bildung. Dieser an sich objektive schreckliche Zustand führt aber merkwürdigerweise noch zu keinem Aufruhr, keinem Bürgerkrieg, sondern wir scheinen erst einmal abwarten zu wollen, wie sich alles entwickelt. Zu vernehmen ist ein trotziges oder auch hilfloses „weiter so“ und wir erfahren, dass unsere Hilflosigkeit selbst angesichts des weltweiten Schreckensszenarios wie ein Beruhigungsmittel wirkt, und zwar eines der scheinbaren Gelassenheit. Möglicherweise ist das so zu verstehen, dass die auf uns einflutenden Bilder von Zerstörung, Hass und Gewalt, Stillstand, Unfähigkeit zu handeln, Betrug und Boshaftigkeit einerseits erschöpfend wirken, andererseits uns aber auch eine Gelegenheit bieten, Hilflosigkeit und Erschöpfung als eine Form der Resilienz zu begreifen. Wir finden uns so in der Unübersichtlichkeit zurecht, ohne daran zugrunde zu gehen.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Kontrolle

Ein Oppeln tut das nicht! Mit dieser Ermahnung meines Vaters waren eine Fülle durchaus attraktiver Möglichkeiten, sich nur zum eigenen Vorteil anderen gegenüber zu verhalten, erledigt. Die familiäre Kontrolle funktioniert. Dabei bin ich – wie jeder andere Mensch auch – zu allem fähig, aber, wie bereits die familiäre Kontrolle, vermag auch die genetische und die auf eigenen Erkenntnissen und Abwägungen beruhende Kontrolle einzugreifen, wenn die Bereitschaft, egozentrische Gedanken und Gefühle umzusetzen, zu mächtig wird.

Das Gewissen meldet sich. Zudem ist ergänzend die gesellschaftliche Kontrolle zu bedenken. Dafür gibt es zunächst einen einfachen Merksatz, dass man anderen nicht zufügen solle, was man selbst nicht erleiden möchte, der sehr passend ist. Selbstverständlich erschöpft sich diese Kontrolle nicht in dem Verhalten von Mensch zu Mensch, sondern umfasst auch Sitten und Gebräuche, regelt also Rituale, die im menschlichen Zusammenleben Orientierung verschaffen.

Dass dies vorteilhaft ist, scheint mir heutzutage nicht mehr einer allgemeinverbindlichen Ansicht zu entsprechen. Manche Kontrollen, wie man sich zum Beispiel an Feiertagen verhält und sich kleidet, mögen als veraltet gelten, aber jeglicher Kontrollverlust z. B. bei der Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit oder bei der Nahrungsaufnahme schafft bei den Handelnden und Erlebenden Frust.

Das Ergebnis ist, dass die Eigenkontrolle allgemein erlahmt und sich jeder so verhält, wie es seiner augenblicklichen Eingabe entspricht. Der Mensch ist lernfähig, aber vor allem verlernfähig. Irgendwann, und zwar wahrscheinlich sehr bald, erodiert das Vertrauen in andere Menschen, insbesondere dann, wenn die Maßstäbe menschlichen Handelns völlig zur Disposition gestellt werden.

Dass dies sehr bald geschehen könnte, liegt auf der Hand. Sobald infolge des Klimawandels, der Energiekrise, der Überbevölkerung, der Migrationsströme und anderen Herausforderungen nur funktionierende, persönliche, familiäre und soziale Kontrollen noch ein ertragbares Miteinander ermöglichen, werden wir uns darauf besinnen müssen, dass die Freiheit, auch auf Kontrollen zu verzichten, den Vorteil sie zu haben, nicht übertrifft. Es ist gut, souveräner in den Grenzen, welche die Familie, die Gesellschaft, die ich mir selbst vorgebe, zu handeln.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Beobachtung

Zuweilen habe ich die Selbstwahrnehmung, dass ich das Geschehen auf dieser Welt so beobachte, als ginge mich dieses nichts an. Diese Selbstwahrnehmung ist nicht eingeschränkt, sondern bezieht sich auf alle Umstände, die Corona, Kriege, Hungersnöte, Krankheiten, Armut, Fluchtursachen und Klimawandel betreffen. Alles ist zu benennen, was mich eigentlich nichts angehen müsste, da ich nicht unmittelbar Betroffener bin.

Allerdings lege ich Wert darauf, überhaupt nicht falsch verstanden zu werden, denn alles, was ich aufzähle oder auch noch nicht benannt habe, geht mich etwas an, aber meine Perspektive ist oft eine andere als diejenige vieler anderer Menschen. Vieles, was ich beobachte, scheint mir schon deshalb sonderbar, weil ich den Sinn und den Nutzen des Handelns Anderer nicht begreife, die enorme Entfernung zu meiner Wahrnehmung spüre, und mich kurzum oft fremd in einer seit Langem eigentlich vertrauten Welt fühle.

Alles, was ich beobachte, ist festgehalten in einem Moment, dessen Bedeutung ich nicht verstehe. Ich begreife nicht das Leid, das Menschen anderen zufügen, ich begreife weder Diskriminierung, noch Hartherzigkeit, Gewalt und Unterdrückung. Vieles bündelt sich in Übervorteilung, Selbstsucht und Verantwortungslosigkeit. Der rücksichtslosen Selbstermächtigung eines Menschen kann erstaunlicherweise oft sogar eine gesellschaftliche Ächtung nichts anhaben. Ich beobachte sogar die Zustimmung des Opfers zu seiner eigenen medialen Hinrichtung.

Das mag pathetisch klingen, zeigt aber deutlich das Dilemma: Was hat der Mensch davon, wenn er die ganze Welt erobert, Ressourcen plündert und Wälder abfackelt? Was hat der Mensch davon, dass er zulässt, dass andere dies tun? Bin ich blind für die Ursache? Ist es lebensnäher, dagegen zu sein, als dafür, Neid stärker als die Bereitschaft zu geben? Zuweilen zweifle ich aber daran, dass meine Beobachtungen zwingend sind und ich mit meinen Einschätzungen richtig liege.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Gesellschaftliche Herausforderung

In einem neuzeitlichen Konversionsprozess wird die Gesellschaft mit folgenden Herausforderungen konfrontiert:

Fremdheit unter den Bevölkerungsgruppen, Integrationsunfähigkeit einerseits und Zurückweisung anderer Lebensformen, Anschlussversagen, Verstärkung des Aggressionsverhaltens   bei Fundamentalisten und Randgruppen

  • existenzielle Herausforderung des Menschen infolge des Klimawandels mit der Konsequenz zunehmender Auseinandersetzungen über Zukunftsfragen auch im nichtstaatlichen Raum; nachhaltige Erhaltung der Natur als Grundlage des Lebens auf diesem Planeten
  • fortschreitende Technologisierung unseres Lebens aufgrund wissenschaftlichen Fortschritts mit der Folge religiöser Überhöhungen und/oder nihilistischer Tendenzen
  • Gestaltung der weltweiten Internet-Community ohne eindeutige Regulierung dieses Bereiches
  • neuzeitliche Migrationsformen und in Folge dessen die Wiederbelebung massiver Verteilungskämpfe
  • Veränderung des erwerbsorientierten Lebens durch Anwachsen der Alterspyramide und Schaffung neuer Herausforderungen an unser Lebens- und Alterssicherungspaket
  • globaler Impact und regionaler Behauptungswille der Bürger
  • Subsidiarität staatlichen Handelns bei einem erstarkten bürgerschaftlichen Engagement einschließlich dessen Verwirklichungen durch Stiftungen, sonstige philanthropische Einrichtungen, Bürgerproteste, Bürgerversammlungen und sonstigen Aktionen
  • gesellschaftliches Ungleichgewicht infolge extensiver Marktmacht von Banken und Wirtschaftsunternehmen
  • Demokratiedefizite; eigenverantwortliches Handeln versus staatliche Bevormundung; Stärkung der Familienstrukturen
  • Wege aus der Endkulturalisierung unserer Gesellschaft durch Bildungsschwund, durch Ruhelosigkeit und mediale Überflutung

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Ethic Solutions (Teil 1)

Die Welt ist schön! Vor Jahrtausenden haben wir damit begonnen, sie nach unseren Bedürfnissen zu gestalten. Wir haben immer alles von Menschen für Menschen gemacht und dabei entsprechend unserer Bedürfnisse auch auf die Ressourcen dieser Welt zurückgegriffen. Bei der Übertreibung unserer Nutzungsmöglichkeiten haben wir viele Fehler gemacht. Wir haben großen Schaden angerichtet, aber vieles ist uns auch gelungen. Probleme, die im Anthropozän besonders sichtbar geworden sind, beruhen auf unserer Fähigkeit, Entwicklungen auf allen Gebieten voranzutreiben.

Das Ergebnis ist ein enormes Bevölkerungswachstum, aber auch weniger Seuchen und Krankheiten, eine enorme Energieausbeute mit allen bekannten Konsequenzen, aber auch weniger Hunger, mehr Arbeit und Beschäftigung, kurzum mehr Lebensperspektive. Wir müssen alles sehen. Auch die großen Fortschritte, obwohl sie stets eine Kehrseite aufweisen, die uns Angst macht und uns verzagen lässt: Überbevölkerung, Verseuchung der Meere, Abschmelzen der Pole, Klimawandel, Atomkraft, Digitalisierung und schließlich „artificial intelligence“. Wir dürfen uns aber von der Verantwortung nicht zurückziehen, sondern haben Grund zu handeln, nicht völlig anders, weil dies unserem Leben nicht entspricht, aber mit abweichenden Perspektiven als bisher.

Kein „anderes Wesen“ kann uns retten, sondern wir können selbst unsere Fähigkeiten nutzen, die wir bei der Ressourcenausbeutung erworben haben. Vor dem Handeln steht das Erkennen. Unsere Welt ist unternehmensbestimmt. Sie ist aufgrund der industriellen Revolution, wie wir sie nennen, auf den Warenverkehr ausgerichtet, der den Stakeholdern, aber auch den Destinatären nutzt. Die dadurch gewonnenen Erfahrungen im Kapitalismus sollten ausgedehnt werden auf einen bisher kaum erschlossenen Bereich, um auch dort Mehrwerte zu schaffen, die uns gesellschaftlich und persönlich voranbringen. Philanthropie steht da für ein ethisches Verhalten, das kapitalistische Befähigungen mit den Möglichkeiten verbindet, ideell und finanziell einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen und zu nutzen.

Dies kann in allen Bereichen geschehen und geschieht bereits jetzt schon in der Gesundheitsfürsorge, der Pflege, der Bildung, der Müllvermeidung, der Zweit- und Drittnutzung von Gegenständen, der Finanzierung, der Ernährung, der Energie und der Wohnungswirtschaft.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski

Nachhaltige Entwicklung

Der inzwischen eingeleitete Klimawandel hat eine Diskussion darüber eröffnet, wie Unternehmen und Konsumenten ihren Beitrag dazu liefern können, den CO2-Ausstoß zu verringern und dabei einen persönlichen wie auch wirtschaftlichen Beitrag dafür leisten können, die klimatischen Veränderungen zu verlangsamen. Ganz zu stoppen sind sie nicht. Der Appell an Wirtschaftsunternehmen und an Konsumenten gleichermaßen ist moralisch geprägt und zielt darauf ab, dass die Unternehmen unter dem Aspekt von „Corporate Social Responsibility“ und die Einzelnen unter dem Gesichtspunkt der Verantwortung für unsere Welt und deren Zukunft, aber auch unter der Berücksichtigung der bisherigen Verschwendung eigene Opfer erbringen. Dabei kommt der Aspekt der Nachhaltigkeit ins Spiel.

Nachhaltig soll der Verzehr von Lebensmitteln sein. Nachhaltig soll der Umgang mit Energie wirken. Mit anderen Worten: der Mensch soll sparen. Andererseits sollen die Unternehmen bei der Schaffung ihres Produktes auch den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Dies sowohl, was die Ressourcen anbetrifft, als auch die Art der Verarbeitung und der Rückgewinnung von Rohstoffen aus verbrauchten Produkten. Es ist gut, dass zu dieser Thematik viel geredet wird. Es gibt auch etliche Kämpfer für die gute Sache sowohl in den Unternehmen als auch in einzelnen Persönlichkeiten, die durch ihre Verhaltensweisen zeigen, dass zumindest etwas für die Verlangsamung des Klimawandels getan werden kann. Skepsis ist aber berechtigt. Denn selbst wenn viele Menschen in westlichen Industriestaaten aufgrund ihrer Einsichtsfähigkeit ihre verschwenderischen Verhaltensweisen reduzieren würden und auch Unternehmen wider bessere ökonomische Einsichten Wachstumskriterien missachteten, bedeutete dies nicht, dass die Klimaentwicklung verändert würde. Andere Menschen aus Ländern wie China oder Indien haben einen enormen Nachholbedarf. Weder ihre Unternehmen noch sie selbst lassen sich aus Gründen der ethischen Verantwortung auf eine Verhaltensänderung ein, sondern es müsste eine ökonomische Überzeugungsarbeit geleistet werden, um Konsumenten und Unternehmen zufriedenzustellen.

Die herzustellende und die durch Unternehmen zu vertreibende Ware hat mehrere immanente Funktionen. Zum einen bedient sie das Belohnungssystem. Der Konsument fühlt sich zumindest vorübergehend wohl, wenn er ein neues Produkt erworben hat, z. B. ein iPad oder ein Auto. Würde das Produkt an ihn künftig nicht mehr ausgeliefert werden, so entstünde ein Defizit, das es auszugleichen gälte. Dieser Ausgleich könnte dadurch geschaffen werden, dass es gelingt, dem Kunden einzureden, er brauche das Produkt überhaupt nicht. Denn er glaube nur, das wertvolle Auto zu benötigen. Tatsächlich könnte er auch aus allen Funktionsgründen mit einem Kleinstwagen zufrieden sein. Eine derartige Veränderung in der Relation Angebot und Nachfrage wäre zwar aus ethischen Gründen akzeptabel, aber vermutlich wirtschaftlich bedenklich.

Alternativ käme in Betracht, einen gesamtwirtschaftlichen Paradigmenwechsel vorzunehmen und andere Bereiche der Daseinsfürsorge derart anzureichern, dass Produkte z. B. aus dem philanthropischen Bereich Produkte aus dem rein wirtschaftlichen Bereich zu ersetzen vermögen. Das ist nicht ausgeschlossen, denn letztlich gilt wirtschaftlich auch das als attraktiv, was die Menschen als für sich notwendig betrachten. Diese Betrachtung folgt stets einem Affektationsinteresse, einem funktionalen Interesse und einem Interesse, das dadurch bestimmt ist, einen Vorsprung erlangt zu haben, sich von anderen Menschen absetzen zu können. Der Mensch ist aufgrund seiner Entwicklung eigennützig, allenfalls auf sein unmittelbares Umfeld und seine Familie bedacht, aber vermag bei entsprechenden Weichenstellungen auch den Fremdnutzen zu stärken, um den Eigennutzen noch besser befriedigen zu können. Die Gestaltung der Attraktivität des Fremdnutzens dürfte daher in der Betrachtung einer nachhaltigen Veränderung unseres Konsumverhaltens eine wichtige, ja entscheidende Rolle spielen. Hierbei ist die Kreativität von Wirtschaftsunternehmen gefordert. Philanthropie und traditionelle Wirtschaft müssen sich gegenseitig beleben und voneinander profitieren. Wirtschaftsunternehmen müssen Produkte entwickeln, die nicht nur unter CSR-Gesichtspunkten, sondern auch aus Gründen wirtschaftlicher Vernunft einen ideellen Profit zulassen. Um eine derartige Entwicklung einzuleiten, wird es erforderlich sein, dass wir uns alle von tradierten Denkmustern befreien. Denkmustern zum Beispiel, die maßgeblich von der Wertschätzung des Eigentums geprägt sind. Artikel 14 des Grundgesetzes hat hier explizit diese Haltung gestärkt, wenn auch mitberücksichtigt, dass Eigentum verpflichtend gegenüber dem Gemeinwohl wirken muss. In der Regel erwirbt der Konsument zu Eigentum. Zu überlegen wäre allerdings, ob Verbraucher künftig nicht eher Besitzer eines Gegenstandes werden und der Gegenwert der überlassenen Ware sich ausschließlich im Nutzungsentgelt niederschlagen sollten. Dies wäre eine Art Mietkauf, den wir als juristisches Instrument auch heute schon kennen. Zu bedenken wäre ferner, ob nicht zusätzlich eine Kopplung herbeigeführt werden könnte, dass der Neuerwerb eines Produktes an die Rückgabe des inzwischen verbrauchten Produktes gebunden würde.

Dies klappte natürlich nicht durchgängig, würde aber verhindern, dass der Warenverkehr stagniert und Menschen mit Gütern belastet sind, die hohe Ineffizienz aufweisen, andererseits aber wieder benötigt werden, um Rohstoffe zu gewinnen oder weiteres Geschäft zu generieren. Firmen wie z. B. reBuy sind gute Beispiele für mehrfache Ressourcenverwertung unter Abkehr von der Einstellung, dass nur endgültige Eigentumssicherung Wohlstand und Zufriedenheit verspricht. Nachhaltige Entwicklungen können wir durch Verhaltensüberprüfungen und maßvolle Schritte in die richtige Richtung einleiten. Als Beschwörungsformel hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ bereits abgenutzt.

Hans Eike von Oppeln-Bronikowski